Historie:
Das Medienhaus am Lietzensee
Das heutige Medienhaus wurde 1928/29 durch die Knappschafts-Berufsgenossenschaft (für Bergleute) errichtet. Der weniger als 20 Jahre zuvor angelegte Park auf dem Kuno-Fischer-Platz musste nach Fertigstellung neu gestaltet werden, da das neue Verwaltungsgebäude auf der oberen Gartenterrasse gebaut wurde. Seit dieser Zeit hat sich am Aussehen wenig verändert.
Im 2. Weltkrieg blieb der rote Klinkerbau weitgehend von Zerstörungen verschont. Der neue Besitzer: Die Stadt Berlin, die dort mehrere Dienststellen einrichtete. Was unspektakulär klingt, brachte dem Gebäude in den 50er Jahren zweifelhafte Berühmtheit: Jeder Flüchtling, der aus der Sowjetischen Besatzungszone (also der späteren DDR) nach West-Berlin einreiste musste sich hier melden. Experten aus sämtlichen Berufsständen vermittelten sie dann als Arbeitskräfte ins gesamte Bundesgebiet. Hundertausende kamen zwischen 1950 und 1953. Die Schlange reichte nicht selten bis zur Neuen Kantstraße.
Sehen Sie hierzu auch: “Die Anbringung einer Gedenktafel”
Mit dem Bau der Mauer riss der große Flüchtlingsstrom ab. Andere Senatsstellen zogen ein – zuletzt die Berliner Polizei.
Die 90ger Jahre brachten einen mehrjährigen Leerstand mit sich, bis das Medienhaus entstand.
Historie
Das Medienhaus im Wandel der Zeit


